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kbA / kbT
kbA ist die Abkürzung für „kontrolliert biologischer Anbau“.
Der Begriff ist geschützt und darf nur als Zusatz für Bio-Baumwolle verwendet werden, die von anerkannten, unabhängigen Kontrollinstituten zertifiziert wurde. Wie kbA-Baumwolle angebaut wird beschreiben wir weiter unten im Text „kontrolliert biologischer Anbau “.
kbT ist die Abkürzung für „kontrolliert biologische Tierhaltung“.
Das bedeutet artgerechte Tierhaltung und Fütterung sowie Verzicht auf Masthilfsmittel. Die Tiere sind im Allgemeinen an die Klima- und Lebensbedingungen der Region optimal angepasst. Bei kbT-Schurwolle wird sowohl bei den Tieren als auch bei dem Boden, auf dem die Tiere grasen, auf den Einsatz von Pestiziden verzichtet. Das macht die Tiere widerstandsfähiger gegen Parasitenbefall, und es werden keine chemischen Schädlings-bekämpfungsmittel benötigt.Die Zertifizierung erfolgt auch hier durch anerkannte, unabhängige Kontrollinstitute.
Informationen zu Baumwolle
Allgemein
Baumwolle ist mit einem Anteil von über 50% der bedeutendste Textilrohstoff der Welt. Sie wird aus Samenfasern der Kapselfrüchte der Baumwollpflanze gewonnen. Sie zählt zu den Naturfasern und besitzt eine Menge hervorragender Eigenschaften. Um nur einige zu nennen: Baumwolle ist hautsympathisch, weich, strapazierfähig, atmungsaktiv und gut waschbar.
Konventioneller Anbau und Verarbeitung
Leider ist der konventionelle Baumwollanbau aus ökologischer und sozialer Sicht ein düsteres Kapitel und geht mit massiven Problemen für Umwelt und Gesundheit einher.
Die Baumwollpflanzen - deren Saatgut oft bereits genmanipuliert ist - werden in großflächigen Monokulturen angebaut und sind dadurch sehr anfällig gegen Schädlinge und Krankheiten. Demzufolge werden weltweit auf keiner anderen Pflanze mehr gefährliche Chemikalien (Kunstdünger, Entlaubungsmitteln und Insektizide) eingesetzt als auf Baumwolle. Die Rückstände dieser Chemikalien gelangen in großem Umfang ins Erdreich, verseuchen das Grundwasser und gefährden die Gesundheit der umliegenden Bevölkerung und Plantagenarbeiter. Chemikalien sind teuer und zwingen deshalb viele Kleinbauern sich bei Kreditgebern zu verschulden.
Durch den hohen Einsatz von Umweltgiften und die intensive Nutzung ist der Boden nach wenigen Jahren ausgelaugt und unbrauchbar. Immer größere Flächen ehemals guten Ackerlandes werden wertlos und liegen brach.
Auch auf dem Weg zum Endprodukt (Vorbehandeln, Färben und Ausrüsten) kommt eine ganze Batterie weiterer Chemikalien zum Einsatz, und es besteht die Gefahr kritischer Rückstände auf den Fasern und dem fertigen Textil.
Da mit dem Rohstoff Baumwolle sehr starke wirtschaftliche Interessen verbunden sind, wird aus Profitgier oft nur ein Dumping-Lohn gezahlt, auf jeglichen Arbeitsschutz verzichtet, und nicht selten kommt Kinderarbeit zum Einsatz.
Kontrolliert biologischer Anbau
Eine nachhaltige Alternative ist der kontrolliert biologischen Anbau (kbA) des "weißen Goldes". Dabei kommen keine Chemikalien und genetisch veränderte Organismen zum Einsatz, und es wird in Mischkultur und Fruchtfolge angebaut.
Mit Hilfe von Düngemitteln wie Mist und Mulch werden dem Ackerboden natürliche Nährstoffe zugeführt. Zur Schädlings- und Unkrautbekämpfung werden ausschließlich biologische Methoden wie Duftlockstoffe, Nützlinge und mechanisches Jäten angewandt. So bleibt das ökologische Gleichgewicht in den Anbaugebieten erhalten. Es entsteht keine Umweltbelastung und Gesundheitsgefahr für Bauern und Bewohner. Beim biologischen Anbau dürfen keine Entlaubungsmittel eingesetzt werden, und die Baumwolle wird von Hand geerntet. So wird die Qualität schon beim Pflücken kontrolliert, und nur die voll ausgereiften Kapseln gelangen in die Weiterverarbeitung. Deshalb ist die Baumwolle aus biologischem Anbau besonders weich und angenehm!
Die Umstellung vom konventionellen zum ökologischen Anbau ist ein mühevoller aber lohnenswerter Weg. Erst wenn der Bauer seinen Boden mindestens drei Jahre lang chemiefrei bestellt hat, bekommt er das Prädikat "kontrolliert biologischer Anbau“. Danach erfolgt eine jährliche Kontrolle durch autorisierte, unabhängige Institute.
Farbig gewachsene Baumwolle
Eine Besonderheit ist die 'farbig gewachsene Baumwolle', die es zur Zeit der Inka in vielen natürlichen Farbtönen gab. Heute sind nur noch grüne und braune Varianten bekannt.
Aus ökologischer Sicht hat die farbige Baumwolle den Vorteil, dass beim konventionellen Anbau etwa fünfmal weniger Pestizide und Düngemittel verwendet werden als für die Erzeugung der weißen Baumwolle. Ein weiterer Vorteil ist, dass durch die natürliche Pigmentierung bei der Textilproduktion Bleich- und Färbemittel eingespart werden.
Bei farbig gewachsener Baumwolle kann die Farbe nicht ausgewaschen werden. Im Gegenteil Die Farbtiefe nimmt mit den Waschgängen sogar zu!
Anmerkung
Dass die Baumwolle das Zertifikat „kontrolliert biologischer Anbau“ trägt, sagt prinzipiell noch nichts über das Endprodukt aus – also darüber, welche Zusätze bei der Verarbeitung der Baumwolle zum Einsatz kommen und ob die Produktion sozialverträglich abläuft. Hierfür gibt es gesonderte Kontrollen und Zertifizierungen, sowie selbstverpflichtende Angaben der Hersteller, auf die wir bei der Auswahl des „junge hüpfer“-Sortiments großen Wert legen!
Konsequente, verantwortungsbewusste Hersteller von Naturtextilien vermeiden den Einsatz umweltschädlicher Chemikalien und achten die Menschen die Ihre Produkte herstellen.
Die Hersteller, deren Produkte wir Ihnen im "junge hüpfer"-Onlineshop anbieten, verwenden Rohmaterialien aus kontrolliert biologischem Anbau (Bio-Baumwolle, kbA) oder aus kontrolliert biologischer Tierhaltung (Wolle, kbT). Auch bei der Weiterverarbeitung kommen keine gefährlichen Chemikalien zum Einsatz. Das heißt:
- Bleichen auf Sauerstoffbasis - ohne optischen Aufheller und chlorhaltigen Bleichmittel
- Färben mit ungiftigen, schwermetallfreie Farbstoffe ohne allergenes Potential
- chemiefreie Veredlung auf mechanisch - physikalischem Wege
Der Verzicht auf gefährliche Chemikalien beeinträchtigt die Farbauswahl genauso wenig wie die Passform oder den Tragekomfort.
Hochwertige Kinderkleidung ohne Risiken und Nebenwirkungen!
Mehr Informationen über unsere ausgewählten Hersteller und ihre Produktionsweisen finden sie unter infos -> hersteller.
